FOLKLORE

Die Folklore Argentiniens ist ein umfassendes Thema.

Über 200 Tänze werden in den weiten Provinzen Argentiniens getanzt.

Luis Pereyra hat die meisten in seiner Familie erlebt, später in seiner Ausbildung gelernt und dann auf den Bühnen getanzt. Genau genommen zählt auch der Tango Argentino zur Folklore, ist im Unterschied zu den anderen aber urban. Heute hat er aus historisch kommerzieller Entwicklung gewissermaßen eine Eigenstellung.

Doch der Tango ist nicht isoliert. Auch ihn prägen die ruralen gemeinsamen Wurzeln.

Diese haben sich je nach Provinz unterschiedlich entwickelt und herausgearbeitet. Die Rhythmen können getragen sein, oder allegre, lebendig. Dann spricht man von einer danza vivo.  

Generell unterscheidet man bei den Tänzen zwischen Einzeltänzen, wie dem Malambo, Gruppentänzen, wie dem Triunfo, Paartänzen wie Tango, Chacarera, Chamamé, etc.  

Die Paartänze sind entweder dependiente, also umarmt, wie der Tango oder der Chamamé – oder sie sind independiente, wie der Escondido, der Gato, die Zamba, die Chacarera.

Auch die nicht umarmten Paartänze führt der Mann, obwohl er die Frau nicht im Arm hält.  

Die Führung funktioniert über den Raum.

Die nicht umarmten Tänze können auch gemeinschaftlich in der Gruppe getanzt werden. Dann spricht man von einer danza comunitaria.

Ihr seht, das Universum Folklore ist weit, viel mehr als nur Tango & Chacarera.

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Zu jeder Folklore gehören perkussive Instrumente wie der Bombo, die Holztrommel, die perkussiv geschlagene Gitarre, die Fuß- oder Stiefelsohlen und Absätze beim Steppen,

Palmas, das Klatschen der Hände und Fingerschnipsen, die Castagnetas.

Manche Tänze nutzen zusätzliche Elemente, wie zum Beispiel das Tüchlein in der Zamba, Cueca oder Zamba Carpera.

Immer beginnt es mit dem Gato…einem Tanz, der die Basis für die meisten anderen liefert.

Erst mit dem Können der wichtigsten Elementen machen wir uns auf dem Weg, die choreografischen Strukturen zu lernen.

Wir laden Euch ein, diese wundervolle Welt in seiner Echtheit kennen zu lernen.

Es ist wichtig, die Zusammenhänge zu kennen, zu ehren, zu respektieren.  

Wer sich nur Einzelteile heraus pickt, als wäre unsere Kultur ein Supermarkt, wirkt grotesk und künstlich.

Unsere argentinische Folklore aber ist majestätisch.

Respekt, Achtsamkeit, Ehre.

Die Kurse sind spontan. Fragt gerne die Termine an.

Natürlich. Da könnt ihr alleine kommen, oder mit Freunden.

Ja, das sind alles populäre Tänze.

    

Zunächst barfuß oder flache Schuhe.  Später Schuhe mit stabilen Blockabsatz für Frauen und feste Schuhe oder Stiefel mit Absatz für Männer.

Bringt gerne einen weit schwingenden Rock mit und ein Taschentuch oder Seidentuch.

Für das Trommeln lernen braucht man eine Trommel. Man kann die Rhythmen aber auch erst einmal mit Schlagstöcken auf einem Stuhl ausprobieren oder mit Händen auf dem Cajón peruano.

Nein, für Folklore brauchst Du keinen Partner.

Folklore ist ein umfassendes Thema und man braucht ein gutes rhythmisches Gefühl. Aber die ersten Tänze, die man lernt, der Grundschritt, das kann wirklich jeder gut lernen. Nur Mut!

Natürlich kann man sich ein Wunschthema heraus suchen. Aber man wird immer vorab die Basis lernen müssen. Deshalb gibt es in der Folklore einen Aufbau. Alles andere ist nicht seriös.

Luis Pereyra

Folklore

ist die Identität eines Volkes.
Ihr Rhythmus pulsiert in Seele, Händen, Füssen und Hüften

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